Lärmschutzwände - eine kritische Analyse

Mai 11, 2008 on 9:25 nachmittags | In >motor-mobil | 2 Comments

Eine Fahrt auf Österreichs Autobahnen stellt unter Beweis, dass kaum noch größere Landstriche von Lärmschutzwänden verschont wurden. Für die VerkehrsteilnehmerInnen ist dabei nicht immer nachvollziehbar, was jeweils immer vor Lärm geschützt wird; vor allem dann, wenn weit und breit kein verbautes Wohngebiet ausnehmbar ist. Entspechende Kritik wurde in jüngster Vergangenheit laut.

Seit kurzem liegt der Bericht des Rechnungshofes vor, der sich mit diesem Thema beschäftigt hat. Aus der Kurzzusammenfassung: Etwa 28 % der Gesamtkosten im hochrangigen Straßenbau (292,72 Mill. EUR von 1,05 Mrd. EUR Investitionsvolumen) entfielen bei den geprüften Projekten auf Maßnahmen für Umwelt– und Gesundheitsschutz. Die wichtigste Kostengröße im Bereich Umwelt und Gesundheit waren der Lärmschutz und die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. Die ASFINAG errichtete im Zeitraum 2000 bis 2006 entlang der bestehenden Autobahnen und Schnellstraßen etwa 380 km Lärmschutzwände und investierte dafür in Summe rd. 246 Mill. EUR. Bei ASFINAG und BMVIT lagen keine Informationen darüber vor, ob und inwieweit das Lärmschutzziel bereits erreicht wurde. Es war nicht bekannt, in welchen Gebieten Anrainer von über den Grenzwerten liegenden Lärmbelastungen betroffen waren und in welchem Umfang noch Lärmschutzanlagen benötigt wurden.

Rechnungshofbericht 2008/5: Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit im Straßenbau in Österreich

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